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face moi

Manifest


Ghettos, Kasernen, Vorstädte, Waisenhäuser, Gefängnisse, Bordelle, ökologisch verseuchte Regionen, religiöse Enklaven, Trainingslager für behinderte Sportler....

....Bilder aus diesen Orten herausholen, die vor Zerrissenheit schreien - einer gemeinsamen, und die Herausforderung in den Körpern, ihren Haltungen unterstreicht, die Blicke dieser Jugend. Hierhin sehe ich meine Aufgabe.


Warum das Gesicht einer benachteiligten und wütenden Jugend festhalten wollen von der man gemeinhin denkt, die Hoffnung habe sie verlassen, und warum vor allem in der ehemaligen Sowjetunion?


  1. Ich fange bei meiner Kindheit an, die anders war, da ich in einem Umfeld von Behinderten aufgewachsen bin. Vater und Freunde hatten weniger mit ihrer eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit zu kämpfen, als mit dem Blick der anderen auf diesen Unterschied.


  1. Zweitens, da ich kein Kremel-Experte war, war ich auf das beschränkt, was uns von der einen oder anderen Propaganda eingetrichtert wurde. Um den sogennaten Homo Sowjetikus, der den Weltraum und das Schachbrett beherrschte, kennenzulernen, habe ich dann, 1984, Russisch gewählt.


Der französiche Schriftsteller Francois Bon schreibt :

"....Vazzoler geht dahin, wo die Sprache Gogols oder Bulgakows ihn führt, um immer wieder die gleichen Augen zu fotografieren, als ob er damit seine ständige Suche nach dem Nächsten besiegelte, als ein Abbild des immer gleichen Zweifels, bei dem der körperliche Status der sichtbare Teil unsere menschlichen Bedingungen unter dem Himmel ist."


Diese Körper, die der Mädchen, die sich verkaufen oder die der Behinderten, diese Silhouetten, durch die eine übergrosse Seele scheint, unsere glatte Gesellschaft ordnet sie ausserhalb der Norm ein, als Unkraut, trotz ihres Mitleids.


Von mir gibt es keine Bilder, die einen glauben machen, den Exodus, Krieg, Hunger, Aids ohne Tritherapie oder Drogenabhängigkeit zu verstehen.


Meine Porträts beweisen von dieser Unverschämtheit, schön zu sein vor denen, die glauben, dass sie die Normen dessen bestimmen, was schön ist.


Ikonen der Herausforderung, der Arroganz, des Sicht-Nicht-Unterwerfens, des Jungseins, das sich an die richtet, die es nicht mehr sind und an der Kerkermeister, die grossen Umweltverschmutzer,

die Kunden der Huren, die Fotografen...


Auch die frontale Haltung derer, die für mich Modell stehen, ist für mich so, als wollten sie mir sagen :

" Siehst du, dir fehlt das Wesentliche. Ich habe, was dir fehlt. Nimm es!"


Schliesslich wiederholend, dass sie, sich meinem Objektiv hingebend, schön sind - und dass diese in der Hingabe enthaltene Gabe auf G.Bataille, J.Genet, Balthus oder R.W. Fassbinder verweist.



Die deutsche Kuratorin Gisela Löffler hat folgendes über meine Bilder geschrieben :

„...[Vazzolers] seine dokumentarische Arbeit, die sich Abseits des schnellen Bildjournalismus in stimmigem Kompositionen und einer ganz eigenen トsthetik versteht und findet, untersteht einem Prinzip, dessen Importanz es als eines der höchsten Ziele in der Gesellschaft zu achten gilt- die Würde des Menschen.“


Eric VAZZOLER 2002




Aufkommen des Projektes


1986 : Erste Porträts von Spitzsportler in Paris

2002 : Ausstellung face moi  in Köln / Festival Photoszene

2002 – 2010 : Ausstellung face moi : Berlin, Paris, Lodz (Grand Prix vom Fotofestiwal), Strasbourg




Projektunterstützung 


Seit 1993 die Conseillers culturels in den Botschaften und Direktoren in den Kulturzentren die face moi unterstützt haben:


Claude Crouail ( Moskau, Almaty, Jekaterinburg )

Marc Sagnol ( Dresden, Kiew, Magdeburg, Moskau )

Bernard Falga ( Moskau )

Corinne Micaelli ( Wilna )

Dominique Paillarse ( Berlin, Prag )

Marc Nouschi ( Berlin, Warschau )

Louis Remy ( Essen, Sofia )



Institutionen, Vereine und Presseorgane :


DRAC Alsace

Banlieues d'Europe (Lyon-Berlin)

Surface sensible (Nancy)

Bricabrac (Lodz)


Die Agentur Zeitenspiegel Reportagen (Stuttgart)


Éric VAZZOLERhttp://www.ericvazzoler.com